Rheinsberg

01Jun09

Zum zweiten Mal haben junge Autorinnen aus Berlin und Brandenburg an der Pfingstwerkstatt Neue Musik in der Musikakademie Rheinsberg teilgenommen. Licht und Schatten war in diesem Jahr das Thema.

Wir haben uns wieder mit den Berührungspunkten von Text und Musik beschäftigt, haben Texte aus kleinen Sprachbausteinen erfunden und mit diesen gespielt, wir haben uns am Rap versucht und an musikalisch klingenden Texten, wir haben nachgedichtet, und damit das Metrum eines Textes erfasst. Natürlich gaben der Ort und die vielen Konzerte während der Pfingstwerkstatt uns jede Menge Anregungen.

Der Höhepunkt der Werkstatt war aber zweifellos die Aufführung der Preisträgerarbeiten des Wettbewerbs „Jugend komponiert“, denn der war für Klavier, Saxophon und Gesang ausgeschrieben und in der Werkstatt 2008 hatten wir den jungen Komponisten einige Texte mitgegeben, die sie für diese Kompositionen nutzen konnten. Das haben sie auch getan und jetzt konnten wir die Ergebnisse begeistert anhören.

Diese Begegnungen soll es weiterhin geben, denn sowohl für die jungen Komponisten als auch für die junge Autorinnen ist es bereichernd und inspirierend, sich mit der Kunst des anderen zu befassen. Der Komponist Prof. Lothar Voigtländer, der zu einem Vortrag nach Rheinsberg kam, berichtete davon, dass er schon seit vielen Jahren immer wieder Anregungen aus Texten bekommt.

Werbeanzeigen


2 Responses to “Rheinsberg”

  1. Das hört sich schon beim Lesen schön an. Wie muss es dann erst vor Ort gewesen sein!? Wie ist es, wenn man seine Texte vertont hört? Wie ist es werden die Töne zu Worten? Ist es als würde Licht einen Schatten hervorrufen? Oder eher als trete das Licht aus dem Schatten? Kann nicht mal einer der TeilnehmerInnen was dazu schreiben? Ich würde es gern hören. Ja genau, ich will sie hören die Worte und die Musik aus Rheinsberg! Schreibt mal was darüber hier im Blog!

  2. 2 Mareike

    Vor Ort war es anders :). Alles andere klingt kitschig, deshalb „anders“. Die Atmosphäre an sich gibt einem schon das Gefühl kreativ sein zu müssen, weil es laut und viel ist und überall hört man alles mögliche an Musik.
    Nachdem wir uns mit Rap-Texten beschäftigt hatten, fielen uns ständig Konsonanzen in unseren eigenen Sätzen auf, dass es fast anstrengend wurde, aber der Rhythmus beißt sich irgendwann fest und dann muss man in den Alltag zurück, um ihn wieder abzuschütteln, so ging es mir :).
    Beschreiben zu wollen, wie es ist, seine Texte vertont zu hören und auch die von anderen, die man kennt, bedeutet ja irgendwie nicht nur Musik, sondern Musik UND Text wieder in Worte fassen zu wollen, mensch, ist das verwirrend.
    Zuerst war es überraschend, dass der Text, der auf der Bühne gesungen, gesprochen, geflüstert, gehaucht und eben – in meinem Fall – genau an der richtigen Stelle auch nicht gesprochen wurde, einem so bekannt vorkam. Den Titel unter dem Jungen Komponisten-Namen zu lesen, hat irgendwie nicht klar gemacht, dass es auch wirklich der eigene Text ist.
    Ich finde, es ist irgendwie Licht und Schatten, beides, im Wechsel oder auch wie die Wellenlänge des Lichtes, auf und ab. In einer ganz hohen Frequenz.
    Mein Herz hat schneller als bei einer Achterbahnfahrt geschlagen und ich weiß noch nichtmal, wieso. Ich merke gerade, dass Hochstimmungen schwer ohne Kitsch zu beschreiben sind.
    Aufregend ist es jedenfalls. Und eine Ehre, weil nicht nur die eigene Energie, sondern Energie von anderen darin steckt. Ich habe das Gefühl, als hätten die Komponisten so viel mehr geleistet, sie sind da so respektvoll und vorsichtig, aber eben auch mit Herz rangegangen…hach!
    Und es macht süchtig, vielleicht auch ein bisschen größenwahnsinnig, weil es ein toller Selbstbewusstseinsschub ist, ja, es macht sowas von süchtig.
    Ich hätte danach vierundsechzigtausendfünfhunderteinundneuzig Saltos springen können ohne jede Ermüdungserscheinung, gar kein Problem. 🙂


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: